Weihnachtslied-Check: Gute neue Mär

„Vom Himmel hoch, da komm ich her. Ich bring’ euch gute neue Mär (…)“ ist eines meiner liebsten Weihnachtslieder. Aber was heißt denn eigentlich Mär? Der Text stammt aus dem 16. Jahrhundert, deshalb sind uns manche der darin vorkommenden Begriffe inzwischen nicht mehr (so) vertraut.

Vom Himmel hoch, da komm ich her …

Spontan fällt mir das Wort Märchen ein, das ist eine Geschichte, die erzählt wird. Nach Duden ist die Herkunft von Mär aus dem althochdeutschen Verb māren abgeleitet, das „verkünden, rühmen“ bedeutet. Mit einer Mär wird also etwas verkündet oder jemand gerühmt.

Heute würde man vielleicht eher sagen: „Ich bring’ euch gute Neuigkeiten Geschichten“ oder „Ich bring’ euch gute neue Storys“.

„Vom Himmel hoch, da komm ich her.
Ich bring’ euch gute neue Mär,
Der guten Mär bring ich so viel,
Davon ich singn und sagen will.“
(Text: Martin Luther)

Edit: Märchen ist eine Verkleinerungsform des althochdeutschen Wortes „mari“, das Nachricht, Erzählung oder Gerücht bedeuten kann. Märchen bezog sich in der Bedeutung schon früh auf etwas Erfundenes, „im Gegensatz zur Mär, die lange Zeit Fakt und Fiktion bezeichnen konnte.“ (Entdeckt im Sprachlog-Beitrag vom 22.12.2016)

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  1. […] befasste ich mich mit dem Lied „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“, davor war es die „Gute neue Mär“. Dieses Jahr habe ich mich für „Süßer die Glocken nie klingen“ […]

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