Ciao Juni!

Als ich das erste Mal davon hörte, rückblickend über den vergangenen Monat zu bloggen, dachte ich: Worüber soll ich da denn schreiben? Ach Quatsch! Das interessiert eh niemand. Thema abgehakt. Doch zwischendurch regte sich immer mal wieder ein schlechtes Gewissen: Ich könnte oder besser: sollte mal wieder einen Blogbeitrag schreiben. Dabei beschäftigt mich das Thema Blog ständig. Nur eben nicht für mich und mein eigenes Business. Für den Blog des Verbands der Freien Lektorinnen und Lektoren, den ich redaktionell betreue und auf dem ich unzählige Beiträge in den letzten drei Jahren veröffentlicht habe, bin ich permanent auf der Suche nach relevanten Themen und Beiträgen. Im beruflichen Alltag lektoriere ich immer wieder Blogbeiträge meiner Kund*innen oder im kollegialen Austausch die Beiträge meiner Kolleg*innen.

„Blogge deinen Monatsrückblick“

Vor ein paar Tagen las ich im Newsletter der von mir sehr geschätzten Judith Peters alias Sympatexter erneut die Aufforderung, den eigenen Monatsrückblick zu verbloggen und da fing es an, in mir zu arbeiten. Was wäre, wenn das doch eine gute Idee ist? Was wäre, wenn ich damit meine persönliche „Blogkade“ auflösen kann? Was wäre, wenn ich auch andere damit inspirieren könnte, mal wieder einen Beitrag zu posten oder gar überhaupt mit einem Blog zu beginnen, um an der eigenen Sichtbarkeit zu arbeiten? Deshalb überlege ich jetzt nicht länger, sondern tu es ganz einfach. Und es ist auch bestimmt kein Zufall, dass ich ausgerechnet dann mit dem Monatsrückblick starte, wenn das Jahr gerade Halbzeit einläutet.

Here you are, mein erster Monatsrückblick. Der Juni … er hatte irgendwie von allem etwas dabei.

Der erste Urlaub im Ausland seit Coronabeginn

Am Pool chillen und einfach mal nichts tun

Pfingsten 2021. Zwölf Tage Ibiza, das hätte ich mir noch Anfang Mai nicht träumen lassen. Den Flug hatten wir gerade mal schlappe zwei Wochen vorher gebucht. Da wir uns in einer Ferienwohnung selbst versorgten, ließen sich auch alle Auflagen vor Ort leicht erfüllen. Wie sehr die ganze Familie diesen Tapetenwechsel nötig hatte, wurde mir erst so richtig bewusst, als wir schon längst wieder aus dem Urlaub zurück waren. Bis dahin befanden sich beide Kinder schon seit Mitte Dezember (!) im Homeschooling. Was für eine Aussicht, nach so einer langen Zeit unbeschwert in den Pool zu springen oder nach Fischen tauchend im Meer zu baden! Und ich hatte mir bewusst keine Arbeit mit in den Urlaub genommen und mich, außer zu lesen, im süßen Nichtstun geübt.

Einen besseren Start in den nächsten Monat kann es kaum geben, eine Steigerung ist nur schwer denkbar? Gerade wieder zurück, rief mich am ersten Arbeitstag meine Hausarztpraxis an und überraschte mich mit einer Einladung zur Corona-Impfung am selben Nachmittag. Kaum zu glauben, dass ich jetzt hier auf meinem Blog davon erzähle, aber das war großer Moment wirklicher Freude und Dankbarkeit.

Endlich! Bahn frei für den lang ersehnten Piks.

Ein früherer Lektoratskunde ist zurück

Wiedersehen macht Freude! In diesem Fall war es ein früherer Kunde, der sich während des Urlaubs mit einem neuen Projekt angekündigt hatte. Manchmal trennen sich berufliche Wege und manchmal führen sie erneut zusammen. Da sich das Unternehmen in der Zwischenzeit dem Thema Gendern angenommen hat, durfte ich zeigen, wie zahlreich die Möglichkeiten sind, die uns durch eine geschlechtergerechte Sprache offenstehen. Eine Verbesserung der Lesbarkeit für die Leserinnen und Leser inklusive. Ich freue mich sehr, dass mich dieser Kunde im Juni wieder regelmäßig beauftragt hat!

Textkund*innen in bisher unbekannten Branchen

Textlich habe ich mich im Juni auf neuen Pfaden bewegt. Für einen Stuttgarter Bauträger habe ich mehrere Mailings getextet, mit denen er die frischgebackenen Eigentümer*innen während der gesamten Bauphase begleitet. Dieses Projekt läuft auch im Juli noch weiter.

Dann kündigten sich zwei neue Webtext-Projekte an: Eine Über-mich-Seite für ein Start-up-Unternehmen aus Bayern, das eine neue Möglichkeit einer Bodenbeleuchtung für draußen erfunden hat und eine neue Website für eine Urnenmanufaktur. Zwei völlig unterschiedliche Projekte, die beide für sich sehr reizvoll und spannend sind. Davon werde ich im nächsten Monatsrückblick berichten.

Auf zwei weitere Jahre als VFLL-Regionalgruppensprecherin

2019 wurde ich gemeinsam mit einer Kollegin auf zwei Jahre zur Sprecherin der Stuttgarter VFLL-Regionalgruppe gewählt. Das Einzugsgebiet der Gruppe reicht von der bayerischen Landesgrenze bis hinunter zum Bodenseeraum, vom Kraichgau bis hinüber nach Crailsheim und Ulm mit etwas über 80 Mitgliedern insgesamt. Monatlich treffen wir uns zu Fachvorträgen, Workshops und Stammtischen. Seit März 2020 ausschließlich per Videokonferenz, was sich bald wieder ändern wird, denn das erste Präsenztreffen steht im Juli an!

Turnusgemäß stand also in diesem Frühjahr wieder eine Wahl an. Leider ging unser insgeheimer Wunsch nach einer Präsenzveranstaltung noch nicht in Erfüllung und so gab es in Stuttgart zum ersten Mal eine Online-Versammlung zur Wahl eines Sprecher*innengremiums. An den Abend erinnere ich mich noch sehr gut. Mit über 30 Grad im Dachgeschoss-Büro kam ich kurz zusätzlich ins Schwitzen, als ausgerechnet an diesem Abend mein Rechner wegen einer umfangreichen Datensicherung in die Knie ging. An der Stelle zahlte sich gute Vorarbeit aus: Ich wählte mich per Tablet in die Konferenz ein und zwei Kolleginnen teilten ihren Bildschirm, um die Tagesordnung und den Rechenschaftsbericht, den ich in Form einer Präsentation vorbereitet hatte, für alle sichtbar zu machen. Am Ende des Abends war alles gut und ich für zwei weitere Jahre gewählt.

Symbolfoto für eines unserer Präsenztreffen

Abiläum: Silberhochzeit plus 1

Auch im Juni stand an: das Jubiläum der fünfundzwanzigjährigen Abifeierlichkeiten, das aus dem Jahr 2020 mit plus 1 auf 2021 verschoben wurde. Im kleinen Kreis, frisch getestet und unter Einhaltung der 3 Gs traf ich mich mit einigen ehemaligen Klassenkamerad*innen, die ich zum Teil seit dem Abi nicht mehr gesprochen hatte. Ein wirklich toller Abend, bis kurz vor Mitternacht saßen wir im Biergarten und ließen unsere gemeinsame Oberstufenzeit Revue passieren. Eine großartige Aktion, für die ich der Organisatorin sehr dankbar bin!

Den ersten Teenager-Geburtstag gefeiert

Geburtstagskarte zum 13.

Sie werden so schnell groß.

Sie werden so schnell groß. Ich konnte mich noch gut zurückhalten mit solchen Äußerungen. Bis jetzt. Gefühlt lag meine ältere Tochter gerade noch auf ihrer Babydecke und plötzlich feiern wir ihren dreizehnten Geburtstag. Wo ist nur die Zeit geblieben? Dabei ist ihre Geburt für mich und meinen Mann wie für viele andere Paare auch eine Zäsur gewesen. Ich ging aus einer Festanstellung im Verlag in Elternzeit, ohne zu wissen, wie mein künftiges berufliches Leben aussehen könnte. Ob die Verlagswelt für mich eine Option bereithalten würde? Damals waren Teilzeitstellen für berufstätige Mütter selten. Dass wir ein halbes Jahr später mit Baby aus Köln in einen Vorort von Stuttgart ziehen würden, auch das war noch nicht absehbar. Ein weiteres Jahr später startete ich in meine Selbstständigkeit.  Aber diese Geschichte erzähle ich bei anderer Gelegenheit.

Und im Juli?

Im August ist mein Büro geschlossen, deshalb bringe ich jetzt im Juli die laufenden Projekte zum Abschluss. Außerdem nehme ich mir im Juli Zeit, um auch weiter am Business zu arbeiten. Gemeinsam mit meiner Kollegin Andrea Görsch vom Wortladen schreibe ich an unserem Ratgeber Rechtschreibung weiter, der sich an diejenigen richtet, die beruflich schreiben oder dokumentieren – er soll noch dieses Jahr erscheinen!

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