Ciao August!

Mein August stand ganz unter dem Motto Sommerpause am Bodensee – und einer Unternehmensgründung. Ich hatte mir vorgenommen, den ganzen Monat über nicht an Kund*innenprojekten zu arbeiten. Ob mir das gelungen ist oder nicht, verrate ich im Blogartikel.

Urlaub, Teil 1

„Vier Wochen Sommerpause am Bodensee.“ Diese Idee war mir bereits im Sommer 2020 in den Sinn gekommen, als wir nach zwei Wochen Urlaub wieder die Koffer packten und ich leicht wehmütig feststellte, dass ich gern etwas länger geblieben wäre.  Den Begriff Workation hatte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht im Kopf, fand jedoch schon den Gedanken schön, in anderer Umgebung als im heimischen Büro an meinen eigenen Projekten zu arbeiten.

Was bedeutet Workation? Workation ist eine Zusammensetzung der beiden englischen Begriffe Work (für Arbeit) und Vacation (für Urlaub), also eine Kombination von Arbeits- und Freizeit.

Aus dieser Stimmung heraus reservierte ich noch im letzten Jahr unser Feriendomizil für 2021 für genau vier Wochen im August. „Kann Darf ich das überhaupt machen, jetzt in dieser Zeit, vier Wochen Sommerpause?“, fragte ich mich, je näher der August rückte. Natürlich musste ich nicht wirklich jemanden um Erlaubnis bitten, dennoch kostete es mich zuerst etwas Überwindung, meinen Plan umzusetzen. Organisatorische Fragen wie zu welcher Zeit welche Familienmitglieder mit mir gemeinsam die Zeit verbringen würden mussten noch geklärt werden und auch Wünsche der Kinder sollten Berücksichtigung finden. Die Lösung lautete übrigens 3, 4, 4, 2 (= Anzahl der Personen pro Woche am Urlaubsort).  Mit zwei Kolleginnen hatte ich Urlaubsvertretungen eingetütet, so dass ich meine Kund*innen gut versorgt wusste. So brach ich am ersten August mit Ziel Bodensee von zu Hause auf.

Gründung einer GbR

Der erste August 2021 wurde für mich jedoch aus einem anderen Grund zu einem besonderen Datum. Seit diesem Termin bin ich Mit-Gesellschafterin einer GbR, der Görsch & Rosenbohm GbR, die ich gemeinsam mit meiner Kollegin Andrea Görsch aus Hannover gegründet habe.

 

 

 

 

 

 

Doch der Reihe nach: Andrea und ich arbeiten aktuell an einem Rechtschreibratgeber für alle, die ihre Texte im Job korrekt schreiben wollen. Unser Buch – und das ist wirklich eine Wahnsinnsfreude – wird voraussichtlich Anfang / Mitte November erscheinen. Und deshalb verbrachte ich die erste August-Woche noch damit, die letzten Sätze im Manuskript zu schreiben. Schließlich hatten wir eine Deadline, zu der unser Manuskript ins Lektorat gehen sollte. Auch das ist für uns eine völlig neue Situation, auf der anderen Seite des Manuskripts zu sitzen.

Für mich war diese Arbeit vollkommen in Ordnung und super mit meinem Urlaub zu vereinbaren. Meine innere Uhr braucht immer eine Weile, bis sie auf Ferienmodus programmiert ist. Und so bin ich morgens als Erste aufgestanden, habe den Sonnengruß geübt – das war toll, auf der Terrasse – und mich dann ans Tablet gesetzt.

Urlaub, Teil 2

Ich liebe es ja, im Urlaub durch andere Städte zu bummeln. Und das haben wir wieder ausgiebig gemacht und dabei Lindau, Friedrichshafen, Meersburg, Ravensburg, Konstanz und Zürich besucht.

Und wir haben natürlich alle möglichen Aktivitäten unternommen:

  • Geocaching im Linzgau
  • Swingolf (eine familienfreundliche Golfvariante, die mit wenig Regeln und ohne Tamtam auskommt)
  • Mit dem SUP auf den See im Strandbad von Bodman (Brrr, ohne mich! Mir war das Wasser viiiiel zu kalt!)
  • Stockbrot und Marshmallows grillen
  • Campus Galli in Meßkirch (hier wird unter mittelalterlichen Bedingungen ein Kloster nachgebaut)
  • Klettern im Hochseilgarten Immenstaad

Meine persönlichen Highlights im August

  1. Vollkommen begeistert hat mich die Chagall-Ausstellung in Lindau. Ob das vor allem daran lag, dass ich (wie wir alle) coronabedingt lange keine Ausstellung mehr besuchen konnte, ich weiß es nicht. Die Licht- und Farbkonzeption hat mich jedenfalls in ihren Bann gezogen. Mein Fazit: Die paradiesischen Gärten sind auf jeden Fall einen Besuch wert!
  2. Textinen sind überall! Auch in Lindau. Ich schlenderte am Bootsanleger entlang und traf dort unverhofft auf meine Heidelberger Kollegin Birgit Heintz, die ich aus dem Texttreff-Netzwerk kenne.
  3. Die #SommerImBusiness-Challenge meiner Business-Mentorin Marlis Schorcht. Bei ihr lerne ich, wie ich mit mehr Leichtigkeit von meinen Wunschkund*innen in den sozialen Medien gesehen werden kann.

Meinen Feed während der Challenge findest du unter @dieorthograefin. Lass uns gern auf Instagram vernetzen!

Um die Eingangsfrage zu beantworten: Ja, ich habe im Urlaub gearbeitet. Aber es hat sich nicht so angefühlt, denn es ging ausschließlich um meine eigenen Projekte.

Jetzt starte ich frisch in den Monat September.

Fotos: (c) Katja Rosenbohm, 2021

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