„Digital Eventmarketing ist kaputt“

Die „Mercedes-Benz Social Media Night“, unter Twitterern auch bekannt als #MBSMN, hat nicht nur bei mir inzwischen Kultstatus erreicht. Wegen der gelungenen Mischung aus aktuellen Themen aus der digitalen Welt, einer lockeren, fast familiären Stimmung, der nicht-alltäglichen Konferenz-Location im Museum von Mercedes-Benz und der interessanten wie vielfältigen Zusammensetzung des Publikums haben diese Veranstaltungen beinahe Pflichtcharakter erlangt.

„Die ‚Mercedes-Benz Social Media Night‘ ist ein monatliches Event und bündelt die Aktivitäten der Social-Media-Szene der Region Stuttgart.“ #MBSMN

Vergangene Woche war es wieder soweit. Markus Besch und sein Team hatten zur mittlerweile 76. Social-Media-Night bei Mercedes-Benz eingeladen.

Wie bewerben Veranstalter ihre Events?

Prof. Dr. Cai-Nicolas Ziegler, Geschäftsführers der XING Events GmbH

„Digital Eventmarketing ist kaputt“ – Prof. Dr. Cai-Nicolas Ziegler, Geschäftsführers der XING Events GmbH, Foto: Katja Rosenbohm

„Digital Eventmarketing ist kaputt“, mit diesen Worten kündigte Veranstalter und Moderator Markus Besch den Vortrag des Geschäftsführers der XING Events GmbH, Prof. Dr. Cai-Nicolas Ziegler, an. Ziegler hatte zuvor untersucht, wie Veranstalter ihre Events bewerben und ob sie damit erfolgreich sind. Die Problemstellung war also relativ simpel: Events und Messen sind im Hinblick auf Besucherzahlen im Vorhinein schwer berechenbar. Die Frage, die sich daraus ergab, war dagegen sehr viel schwerer zu beantworten: Wie könnte die Intransparenz aufgehoben werden?

Eine Befragung („Studie Eventvermarktung“) brachte Licht ins Dunkel: Potenzielle Teilnehmerinnen und Teilnehmer vertrauen bei der Entscheidung, eine Messe zu besuchen entweder auf Empfehlungen von Freunden und Bekannten oder sie suchen ganz gezielt danach im Internet.

Zwischenfazit: „Es klafft eine große Lücke zwischen dem, wie Veranstalter vermarkten und dem, wie Teilnehmer suchen.“ #MBSMN

Wie kann nun diese Lücke geschlossen werden? Übertragen auf das AIDA-Marketingkonzept bedeutet das: Wie kann das „D“, das hier für Desire steht, mit Leben gefüllt werden? Die Antwort: aus einer Kombination von Social Proof und Content-Marketing.

Social Proof und Content-Marketing

Mithilfe von „Social Proof“ sollen soziale Kontakte eingebunden werden. Wenn jemand auf einer sozialen Plattform wie Facebook oder XING bei der Terminankündigung einer Veranstaltung auf „interessiert mich“ klickt, können alle sehen, wer da noch hingeht.

Beim Content-Marketing liegt das Augenmerk darauf, mit kurzen Berichten von vergangenen Events, Stichwort hier: „snackable content“, für zukünftige Events Begehrlichkeiten bei den interessierten Personen aufzubauen.

Es kommt also auf die richtige Mischung an: Social Proof und Content-Marketing heben die Intransparenz auf und wecken durch die Rückschau Neugierde aufs Event.


Was fange ich nun mit dem Gehörten an? Ich selbst biete keine Veranstaltungen an. Aber ich habe Kunden, die dies tun oder deren Geschäftsmodell darauf aufbaut, dass Interessierte zu ihren Veranstaltungen kommen. Und hier kann ich mein neu gewonnenes Wissen über Digital Marketing sehr gut einbringen.

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